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An der „Eule“ haben Junge und Alte Spaß

Projekt am Ludwig-Erhard-Berufskolleg

Büren (WV/han). Junge Menschen können von älteren lernen - und umgekehrt geht das ebenso. Das zeigt sich seit einem Jahr am Ludwig-Erhard-Berufskolleg in Büren. Jetzt wurde der erste Geburtstag des „EULE“-Projektes gefeiert.

Die Idee hinter „EULE“ ist einfach: Schüler werden zu Lehrern und bieten Menschen über 55 Jahren ehrenamtlich und kostenlos Kurse, etwa rund um Computer, an. Kooperationspartner ist der Caritasverband im Dekanat Büren.

Das Kunstword „EULE“ steht übrigens für Erleben, Unterrichten, Lernen und Experimentieren. Ideengeber war das Gymnasium Nepomucenum in Rietberg, wo es ein ähnliches Projekt gibt. In einem Rückblick auf das vergangene Jahr wurden noch einmal verschiedene Aktivitäten neben der Unterrichtarbeit herausgestellt wie der gemeinsame Ausflug zur Sonderausstellung „Zahlen bitte! - die wunderbare Welt von null bis unendlich“ im Heinz Nixdorf MuseumsForum, das gemeinsame Grillfest zum Schuljahresausklag 2007/2008 und die Fahrt der Schülerlehrer zum Musical „We will rock you“ nach Köln.

Brigitte Badke vom Caritas-Verband im Dekanat Büren und Mitarbeiterin im Betreuungsteam des „Eule“-Projektes beschäftigte sich in ihrem Grußwort während der Feier zum einjährigen Bestehen mit der Fragestellung, wer eigentlich jung und wer alt sei.

„Ist nun eine Teilnehmerin, die 80 Jahre zählt und sich einen PC anschafft, um zuhause das zu üben, was sie freitags im Eule-Kursus gelernt hat, jung oder alt?“, fragte die Caritas-Mitarbeiterin.

Bei ihrer Antwort bezog sie sich auf ein Zitat von Henry Ford. „Jeder, der aufhört zu lernen, ist alt, mag er 20 oder 80 Jahre zählen. Jeder, der weiterlernt, ist jung, mag er 20 oder 80 Jahre zählen.“ Brigitte Badke schloss ihren Vortrag mit der Erkenntnis, dass alle am Projekt Beteiligten, sowohl Seniorensschülerals auch Schülerlehrer jung seien.

Die Leiterinnen des Kursus „Gedächtnistraining“ führten während der Feierstunde mit den Anwesenden einige Übungen aus ihrem Kursprogramm vor.

Um nach so vielen guten Erfahrungen in den vergangenen Jahren sind Schülerlehrer, Seniorenschüler und auch das Betreuungsteam zuversichtlich, dass das Projekt dauerhaft im Schulleben verankert werden kann.

Quelle: Westfalen-Blatt vom 06.02.2009
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